alltagslyrik

Gratis bloggen bei
myblog.de





Müdigkeit, resigniert

In langen Fäden rinnt die Welt hinunter,
träge sammelt sich das klebrig Feucht,
Augen fallen – waren sie je munter?
Alles schließt zum Schlafen sich, mich deucht.
 

Müde trabt die Fleischesmasse weiter,
Schritte, voller schwermütiger Qual,
einzig dieses Fleckchen scheint noch heiter,
dieses Kanapee als letzte Wahl.

 

Ausgelaugt zerrt Wille an den Gliedern,
zerrt mich, und ich lehne an der Wand.
Müdigkeit mit intonierten Liedern,
Moll-Akkorde reichen mir die Hand.

 

So zergeht das letzte bisschen Sehen,
letzte Schritte sehnen sich zum Bett,
niemals wird die Müdigkeit vergehen,
niemals Leben, wenn ich eines hätt‘.

9.9.08 21:47
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Gratis bloggen bei
myblog.de