alltagslyrik

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Gefallen

Ich komme mir belanglos vor,
dem Scheitern nah, versagend.
Mein Götzenbild ragt hoch empor,
mit meiner Stimme klagend.

Einst dachte ich, ich stände fest,
mein Leitbild sei gegeben.
Nun sehe ich, wie's mich verlässt -
was leitet mich im Leben?

Ich weiß nicht: Ist mein Handeln frei?,
noch kenn' ich mein Bedürfnis;
an Fäden häng' ich. Dieses sei
der Grund für mein Zerwürfnis.

Zerwürfnis mit dem Leben: Meine
Bürde, meine Schwäche.
Ich will euch alles geben,
womit ich euch an mir räche.

Nicht zu gefallen, fürchte ich,
hab' Angst vor tiefem Fallen.
Auf weiche Ballen wirfst Du mich,
an Dich will ich mich krallen.

 

 


 

7.9.08 20:38
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


zartgewebt / Website (9.9.08 14:26)
Man hängt zwar an Fäden, doch die sind lang genug. Es bleibt ein Handlungsspielraum

Liebe Grüße
zartgewebt

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